Hagebutte in der Hautpflege und bei Erkältungen

Hagebutte (Rosa canina) – Möglichkeiten in der Hautpflege und zur ergänzenden Behandlung bei Erkältungen

  • Die Hagebutte ist auch bei uns nahezu überall zu finden – ein weitverbreiteter Strauch, der bis zu zwei Meter hoch wachsen kann. Wenn wir sie selbst sammeln möchten, sollten wir auf Sauberkeit achten, denn bei Extraktionsverfahren können sich Verunreinigungen vielfach in unseren Tee oder Extrakt einschleichen. Tipp: Nach dem ersten Frost schmeckt sie am besten – aus ihr lässt sich ein köstlicher Aufstrich zubereiten!
  • Die offizielle Droge ist ihre Frucht (lateinisch rosae pseudofructus). Die Hagebutte enthält sehr gut verwertbares Vitamin C, das durch Kaltauszug (mindestens 6 Stunden langes Einweichen in kaltem Wasser) gewonnen werden kann, und eignet sich hervorragend als unterstützende Therapie bei Erkältungskrankheiten. (Zur alleinigen Vitamin-C-Versorgung reicht sie jedoch nicht aus!) Wichtig ist auch ihr Gehalt an Flavonoiden und B-Vitaminen. Dank der Flavonoide hat sie eine leichte kreislaufunterstützende Wirkung, wird aber primär nicht dafür eingesetzt. Außerdem enthält sie Magnesium und Eisen.
  • Zerdrückt man die Früchte, lösen sich die Wirkstoffe leichter, jedoch sollte man unbedingt die Samen vor dem Trocknen entfernen, da die sie umgebenden feinen Härchen in den Extrakt übergehen und den Hals reizen können.
  • Schon ab dem Kleinkindalter kann sie – unter Einhaltung der oben genannten Hinweise – bedenkenlos verwendet werden.
  • Interessanterweise finden auch die Blütenblätter Verwendung – sie wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend und sind Bestandteil mancher Präparate.
  • Das kaltgepresste Hagebuttenkernöl besitzt ebenfalls viele hautpflegende Vorteile: Es wirkt gegen Hautalterung, nährt reife Haut – man kann ruhig ein paar Tropfen zur Gesichtscreme geben –, ist entzündungshemmend und reich an Antioxidantien. Es eignet sich auch sehr gut zur äußeren Anwendung bei Narben. Bei der Gesichtspflege empfiehlt es sich, die Haut vorher leicht anzufeuchten oder ein natürliches Gesichtsspray, etwa ein Pflanzenhydrolat, zu verwenden, um die Wirkung zu verstärken.
  • Tipp: Wenn kein Pflanzenhydrolat zur Hand ist – warum nicht nach der Gesichtsreinigung die Haut mit dem zuvor durch Kaltauszug hergestellten, vitamin- und antioxidantienreichen Hagebuttenextrakt abwischen?
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