Weißdorn – eine Pflanze zum Schutz unseres Herzens
Zunächst möchte ich mit dem Wichtigsten beginnen: Bei Herz-Kreislauf-Beschwerden ist das Wichtigste, einen Facharzt aufzusuchen!
Auch bei der Einnahme von Herzmedikamenten oder Arzneimitteln muss unbedingt mit dem Arzt Rücksprache gehalten werden, wenn man ein Präparat einnehmen möchte, das die Herzfunktion in irgendeiner Weise beeinflusst! Bei Beschwerden im Ruhezustand kommen pflanzliche Heilmittel nicht mehr in Frage. Damit möchte ich die Bedeutung der Prävention unterstreichen!
Wenn in der Familienanamnese Herz-Kreislauf-Erkrankungen bekannt sind, wir selbst aber gesund sind, lohnt es sich trotzdem, an eine mögliche Vorbeugung zu denken: Neben einem gesunden Lebensstil, ausreichender Bewegung, nahrhafter Ernährung, ausreichender Flüssigkeitszufuhr und einem rauchfreien Leben kann uns dieses wunderbare Heilkraut eine große Hilfe sein!
Obwohl im allgemeinen Bewusstsein der Verzehr der Weißdornbeeren verbreitet ist, verwenden wir aus therapeutischer Sicht die blühenden Triebspitzen.
Was die Wirkstoffe betrifft, ist sie reich an Flavonoid-Glykosiden (z. B. Rutin, Hyperosid) sowie oligomeren Procyanidinen, die sich in ihren positiven Eigenschaften perfekt ergänzen.
Die Wirkung entwickelt sich langsam, über 8–10 Wochen, sowohl bei standardisierten Präparaten als auch beim Konsum in Teeform (in diesem Fall wird eine Dosis von 3×1 Tasse täglich empfohlen und kann kontinuierlich eingenommen werden).
Weißdorn kann zur Vorbeugung einer weiteren Verschlechterung einer leichten Herzinsuffizienz beitragen, sogar schon im latenten Stadium, wenn weder in Ruhe noch unter Belastung Symptome auftreten.
Seine langfristige Anwendung verbessert – unter anderem – die Durchblutung des Herzmuskels, dessen Kontraktionsfähigkeit, die Reizleitung des Herzens sowie das Schlagvolumen.
Bei der Einnahme von Medikamenten gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist es in jedem Fall ratsam, mit einem Fachmann zu besprechen, welche pflanzlichen Möglichkeiten es gibt und was nicht kontraindiziert ist! Leider kann – selbst bei bester Absicht – ein falsch oder unachtsam ausgewähltes Heilkraut großen Schaden anrichten, die Bioverfügbarkeit lebenswichtiger Medikamente verringern! Ich nenne auch ein Beispiel: das Johanniskraut ist bei solchen Erkrankungen nahezu vollständig verboten!