Die Phytotherapie ist ein besonders bedeutender Bereich der Naturheilkunde. Der Beginn und die Definition der wissenschaftlichen Phytotherapie sind mit dem Namen des französischen Arztes Henri Leclerc verbunden, der sagte: „Phytotherapie ist die Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten bzw. Beschwerden des Allgemeinbefindens mit Pflanzen, Pflanzenteilen und deren Zubereitungen. (…) Die Phytotherapie ist keine Alternative, sondern ein Teil der heutigen naturwissenschaftlich fundierten Medizin.“
🌿Ein Phytotherapeut darf keine Diagnose stellen und beginnt jede ergänzende Behandlung nur in Absprache mit einem Arzt, falls erforderlich, und berücksichtigt stets mögliche Wechselwirkungen zwischen eingenommenen Medikamenten und Heilpflanzen. Medikamente oder ärztlich verordnete Therapien werden unter keinen Umständen ersetzt oder verändert!
🌿Was gehört zur Phytotherapie und was darf ein Phytotherapeut empfehlen?
Zu diesem Bereich gehören Heilpflanzen (in verschiedenen Verarbeitungsformen), Apitherapie (Bienenprodukte), die Anwendung von Heilpilzen, Aromatherapie (ätherische Öle, Hydrolate, Pflanzenöle) sowie die Bach-Blütentherapie.
🌿In welchen Bereichen der Prävention kann Phytotherapie helfen?
Unter anderem bei der Vorbeugung von bakteriellen Sekundärinfektionen bei banalen Atemwegserkrankungen, bei Herz-Kreislauf-Problemen, als unterstützende Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparats, bei bestimmten Problemen des Nervensystems (z. B. Schlafstörungen, stressbedingte Zustände), bei einer sicheren Begleitung während der Schwangerschaft (zur Vorbeugung von Dehnungsstreifen, Bauchspannungen, zur sicheren Linderung von Übelkeit, sowie zur Aufklärung über sicher anwendbare Heilpflanzen), bei verschiedenen Hautzuständen sowie zahlreichen weiteren Beschwerden.
🌿Welche Empfehlungen darf ein Phytotherapeut im Rahmen einer Beratung geben?
Ein Naturheilkundler mit phytotherapeutischer Fachqualifikation kann Empfehlungen in folgenden Bereichen aussprechen: innerlich einzunehmende Präparate, äußerlich anzuwendende Produkte, Lebensstilberatung sowie die Weiterempfehlung an andere Fachpersonen (z. B. Diätolog:innen, Physiotherapeut:innen, Fachärzt:innen usw.).